{"id":271,"date":"2009-02-28T11:30:42","date_gmt":"2009-02-28T11:30:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ragnaroeek.de\/?p=271"},"modified":"2014-06-06T09:33:32","modified_gmt":"2014-06-06T09:33:32","slug":"rache-bei-schwermetall-ch","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/ragnaroeek.de\/?p=271","title":{"rendered":"&#8222;Rache&#8220; bei Schwermetall.ch"},"content":{"rendered":"<p>Wenn man In Extremo, Running Wild und Rammstein in einen Topf wirft und kr\u00e4ftig umr\u00fchrt, dann schmeckt das S\u00fcppchen sicherlich \u00e4hnlich wie &#8222;Rache&#8220;, das Debut-Album der norddeutschen Mittelalter-Rocker Ragnar\u00f6ek.Und Mittelalter-Rock ist wahrhaftig etwas sehr feines und wohl bek\u00f6mmliches &#8211; sofern er rundum gut gemacht ist.Ragnar\u00f6ek waren mir pers\u00f6nlich bislang kein Begriff, schicken sich aber an, ohne Umschweife den erlauchten Kreis der grossen Namen zu bereichern und mit &#8222;Rache&#8220; das umtriebige Genre aufzumischen.<!--more-->Schnell werde ich dazu gen\u00f6tigt, meinen Hut zu ziehen, denn was Ragnar\u00f6ek da in elf Kapiteln pr\u00e4sentieren, ist zweifellos als Creme de la Creme zu kategorisieren.Zum ersten bietet man thematisch und lyrisch gehaltvolle Inhalte auf, die sich in epischen Sternstunden (man verzichtet dankenswerterweise auf das Reim-Dich-oder-stirb-Prinzip und hat lange an schl\u00fcssigen Reimen gefeilt) und letztlich auch in mitreissendem Songwriting widerspiegeln.So konzentriert man sich darauf, jedem Singspiel eine eigene Note zu verpassen und auch deren Wiedererkennungswert zu maximieren, was sich nur mit Melodien bewerkstelligen l\u00e4sst, die sich gleich beim ersten Einh\u00f6ren im Ged\u00e4chtnis festklammern.Akustisch zeigt man sich wuchtig und druckvoller als viele Genrekollegen.Die Sackpfeife fungiert nicht als notwendiges \u00dcbel, sondern als Fels in der scharfen Brandung zwischen dynamischen Power Metal-Gitarrenriffs und durchweg handfestem Drumming und macht St\u00fccke wie &#8222;Feuertanz&#8220; \u00fcberhaupt erst m\u00f6glich.Im vokalen Bereich verl\u00e4sst man sich zu Recht auf eine ruppige Klarstimme, die sich von Rammstein und Onkel Tom hat inspirieren lassen und als tragendes Element von &#8222;Rache&#8220; genannt werden muss &#8211; bei manchen Liedern, wie zum Beispiel bei &#8222;Fleisch&#8220;, treten zudem noch dezente Hintergrundch\u00f6re an, um den Reigen abzuschmecken.Die Produktion passt wunderbar zur Mittelalter-Musik und hebt die wesentlichen Aspekte hervor, w\u00e4hrend auf schmucken \u00dcberfluss bewusst verzichtet wird &#8211; die einzelnen Instrumente finden ausreichend Spielraum und werden fein in Szene gesetzt.Eindeutig ein kleiner H\u00f6hepunkt des noch jungen Jahres, was uns Ragnar\u00f6ek da ins Haus liefern.Man sollte sich keinesfalls vom unbekannten Namen t\u00e4uschen lassen, denn hinter &#8222;Rache&#8220; verbirgt sich Sackpfeifen-Rock vom Feinsten, der die K\u00f6pfe knapp vierzig Minuten lang zum Nicken bringt und direkt ins Blut geht.Und bietet sich einem die Gelegenheit, Ragnar\u00f6ek live zu erleben, so sollte man sich dieses Spektakel tunlichst nicht entgehen lassen, denn die Herrschaften machen richtig z\u00fcnftig Party.<strong><\/strong><\/p>\n<p><strong>Punkte: <\/strong>11\/13<strong><\/strong><\/p>\n<p><strong>Links:<\/strong> <a title=\"Schwermetall\" href=\"http:\/\/www.schwermetall.ch\/cdkritiken\/kritik2968.php\" target=\"_blank\">Artikel bei Schwermetall.ch<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn man In Extremo, Running Wild und Rammstein in einen Topf wirft und kr\u00e4ftig umr\u00fchrt, dann schmeckt das S\u00fcppchen sicherlich \u00e4hnlich wie &#8222;Rache&#8220;, das Debut-Album der norddeutschen Mittelalter-Rocker Ragnar\u00f6ek.Und Mittelalter-Rock ist wahrhaftig etwas sehr feines und wohl bek\u00f6mmliches &#8211; 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