{"id":361,"date":"2011-09-17T13:54:30","date_gmt":"2011-09-17T13:54:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ragnaroeek.de\/?p=361"},"modified":"2014-06-06T09:28:34","modified_gmt":"2014-06-06T09:28:34","slug":"eiskalt-auf-metal-de","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/ragnaroeek.de\/?p=361","title":{"rendered":"&#8222;Eiskalt&#8220; auf Metal.de"},"content":{"rendered":"<p>Mittelalter-Metal ist Party-Musik. Diese Aussage werden wohl die meisten Metal-Fans unterschreiben. Demzufolge schie\u00dfen immer mehr Bands dieser Stilrichtung aus dem Boden. Unter ihnen auch die Schweriner RAGNAR\u00d6EK, die mit \u201cEiskalt\u201c via Trollzorn Records ihr zweites Album ver\u00f6ffentlichen.<!--more-->Da es sich um Stimmungsmucke handelt, setzen auch die Ostdeutschen voll auf Eing\u00e4ngigkeit. Das Drumming geht gut ins Ohr und die Riffs bleiben im Hirn des H\u00f6rers h\u00e4ngen. Allerdings ist die Band auf beiden Feldern nicht sonderlich kreativ. Die Rhythmen, die Rondall der Schl\u00e4ger seinen Drums entlockt, sind schon seit den fr\u00fchen Hard Rock Bands der 70er-Jahre Standard. Auch die Gitarrenarbeit ist nicht wirklich innovativ. Riffs dieser Sorte hatten Bands wie IN EXTREMO oder SUBWAY TO SALLY schon seit \u00fcber einer Dekade im Gep\u00e4ck. Dabei h\u00e4tten Sigar der Schinder und Ark der Schnitter, welche die Sechssaiter bedienen, durchaus die handwerklichen F\u00e4higkeiten, um mehr zu bieten. Gerade in den Soli, die an den klassischen Heavy Metal der 80er erinnern, zeigen sie hin und wieder ihr K\u00f6nnen. Leider wirkt es aber oft so, als w\u00fcrden sie einen ganz anderen Song spielen als ihre Bandkollegen. Hier muss die Combo auf dem Bereich Songwriting dringend nachbessern, damit die einzelnen Teile einfach besser zueinander passen.Das Quintett geh\u00f6rt dar\u00fcber hinaus auch zu jener Rige von Bands, die, wie die S\u00fcddeutschen INGRIMM, die Betonung im Mittelalter-Metal eindeutig auf den Begriff Metal legen. Die traditionelle mittelalterliche Instrumentierung, die eigentlich nur aus einer Sackpfeife besteht, tritt deutlich hinter die anderen Instrumente zur\u00fcck. Zudem unterst\u00fctzt sie nicht einmal die Melodief\u00fchrung w\u00e4hrend der normalen Songs, sondern greift nur in einigen Instrumental-Parts ein. Dies wird wohl der Tatsache geschuldet sein, dass sie von S\u00e4nger Charon dem F\u00e4hrmann bedient werden. Dieses h\u00e4tte man allerdings bei der Aufnahme durch die Verwendung mehrerer Spuren verhindern k\u00f6nnen. Generell sollte sich die Band sowieso \u00fcberlegen, ob sich der Frontmann nicht lieber ganz aufs Blasinstrument konzentrieren sollte. Denn sein Gesangsstil ist nicht nur eine blo\u00dfe &#8211; und noch dazu nicht gelungene &#8211; Imitation von Fenris (INGRIMM) und Kevin Russell (ex-B\u00d6HSE ONKELZ), sondern gl\u00e4nzt auch durch die v\u00f6llige Abwesenheit von Talent und Melodiegesp\u00fcr.Immerhin: Eing\u00e4ngig sind die Songs auf \u201cEiskalt\u201c und damit auch durchaus partytauglich. Leider geht dies ob der kraftlosen Produktion etwas unter. Dar\u00fcber hinaus m\u00fcssen RAGNAR\u00d6EK noch ihren eigenen Stil entwickeln und sollten dabei auch auf einen f\u00e4higeren S\u00e4nger setzen.<\/p>\n<p>Daniel P. 3\/10 Punkten<strong><\/strong><\/p>\n<p><strong>Links:<\/strong> <a title=\"Metal.de\" href=\"http:\/\/www.metal.de\/gothic-metal-mittelalter\/review\/ragnaroeek\/47593-eiskalt\/\" target=\"_blank\">metal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mittelalter-Metal ist Party-Musik. Diese Aussage werden wohl die meisten Metal-Fans unterschreiben. 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