{"id":364,"date":"2011-09-21T13:55:55","date_gmt":"2011-09-21T13:55:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ragnaroeek.de\/?p=364"},"modified":"2014-06-06T09:28:17","modified_gmt":"2014-06-06T09:28:17","slug":"eiskalt-bei-stormbringer","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/ragnaroeek.de\/?p=364","title":{"rendered":"&#8222;Eiskalt&#8220; bei Stormbringer"},"content":{"rendered":"<p><strong>Die Mittelalter-Onkelz<\/strong><\/p>\n<p>Vergleiche mit anderen Bands hinken immer. Doch wenn man trotz vollst\u00e4ndiger Unvoreingenommenheit nach den ersten drei Takten an eine bekannte deutsche Formation denken muss und sich das Gef\u00fchl bis zum Ende des Albums nicht \u00e4ndert, muss wohl etwas dran sein.Bei &#8222;Eiskalt&#8220;, dem neuen Album der deutschen RAGNAR\u00d6EK denkt auch der ihnen ungeneigte H\u00f6rer unweigerlich an die B\u00d6HSEN ONKELZ und ein wenig an SUBWAY TO SALLY. Was musikalisch nicht zwingend negativ sein muss: Eing\u00e4ngige Melodien mit sehr einfachen Mitteln &#8211; wenige Akkorde, simpler Beat &#8211; schaffen das Potenzial unsterblicher Nummern. Was fast jedermann in der Garage nachzuspielen im Stande ist, kann ewig leben. Und die Songstrukturen von RAGNAR\u00d6EK sind genau das: Geradlinig und klar, um nicht zu sagen gew\u00f6hnlich.<strong><\/strong><\/p>\n<p><strong>Und ewig rrrollt das RRRRRr<\/strong><\/p>\n<p>Auch beim Texten haben sich die Schweriner nicht mit unb\u00e4ndiger Kreativit\u00e4t bekleckert. Dezent pubert\u00e4re Abhandlungen \u00fcber Sex, Tot und Teufel, dargeboten von definitiv zu gr\u00f6liger Stimme. Frontman &#8222;Charon&#8220; l\u00e4sst auch gerne zwischendurch das &#8222;R&#8220; tief in der Kehle rollen (RAMMSTEIN l\u00e4sst gr\u00fc\u00dfen&#8230;..). Niemand erwartet engelsklares Getr\u00e4ller bei dieser Musik. Auch etwa Erik-Uwe Hecht von SUBWAY TO SALLY singt gelegentlich kr\u00e4ftig am Ton vorbei, ohne dass es nachhaltig st\u00f6rt. Doch, so puristisch es klingen mag, Bands sollten sich entscheiden: Growling oder klarer Gesang, beides ist in Ordnung, wenn es gut dargeboten wird. Bei Mischformen wie eben RAGNAR\u00d6EK wird man den Verdacht nicht los, dass die Stimme f\u00fcr keinen der beiden Stile reicht.<strong><\/strong><\/p>\n<p><strong>Ein Lichtblick kurz vor Ende<\/strong><\/p>\n<p>Die vorletzte Nummer, &#8222;Meer&#8220;, passt eigentlich gar nicht zum Rest des Albums. Eine klassische Ballade, sogar mit weiblicher Oberstimme und klarem m\u00e4nnlichem Gesang, ist ein echter Ohrenschmaus. Die Schlussmischung, &#8222;Electrowahn&#8220;, ist ein netter Gag: Als ob eine normale Ragnar\u00f6ek-Nummer so lange durch die Mischpulte gejagt wurde, bis eine Art 1990er-Jahre-Techno-Nummer daraus wurde. Ein Spa\u00df.<strong><\/strong><\/p>\n<p><strong>Fazit: Naja<\/strong><\/p>\n<p>&#8222;Eiskalt&#8220; ist ein nettes, wenig aufregendes Album, das erkl\u00e4rten Freunden des Genres einiges Wohlbefinden bringen kann. Die Ballade &#8222;Meer&#8220; ist f\u00fcr sich allein betrachtet ein Ohrenschmaus, verleiht dem gesamten Album aber noch keine Kaufpflicht. Man darf aber gespannt sein, wohin sich die Band in den kommenden Jahren entwickelt &#8211; Potenzial zu einer Bereicherung der Mittelalter-Metal-Szene ist definitiv vorhanden.<\/p>\n<p>Wertung: 2.5 von 5.0<\/p>\n<p>Autor: Ewald (21. September 2011)<strong><\/strong><\/p>\n<p><strong>Links:<\/strong> <a title=\"stormbringer.at\" href=\"http:\/\/www.stormbringer.at\/reviews.php?id=6875\" target=\"_blank\">stormbringer.at<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Mittelalter-Onkelz Vergleiche mit anderen Bands hinken immer. 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