{"id":370,"date":"2011-09-26T14:03:42","date_gmt":"2011-09-26T14:03:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ragnaroeek.de\/?p=370"},"modified":"2014-06-10T15:53:30","modified_gmt":"2014-06-10T15:53:30","slug":"eiskalt-bei-powermetal","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/ragnaroeek.de\/?p=370","title":{"rendered":"&#8222;Eiskalt&#8220; bei Powermetal"},"content":{"rendered":"<p>Auch mit den Mittelalter-Rockern von RAGNAR\u00d6EK gehen leichte Ver\u00e4nderungen vor. \u00c4hnlich wie bei den Genrekollegen RABENSCHREY finden auf &#8222;Eiskalt&#8220; andere Elemente Einzug in den Sound. Zwar sorgt weiterhin die Sackpfeife f\u00fcr einen folkloristisch-traditionellen Touch, doch n\u00e4hert sich die Musik allgemein den D\u00fcstergenres an, und auch die Neue Deutsche H\u00e4rte blitzt gelegentlich durch.<!--more-->Zwar waren RAGNAR\u00d6EK schon zuvor h\u00e4rter als die meisten Mittelalter-Bands, aber der traditionelle Anteil wurde bisher h\u00f6her gehalten. Auf &#8222;Eiskalt&#8220; gehen die Songs jetzt mehr in die Tiefe und wirken dabei wesentlich moderner. Die Konstrukte sind vielschichtig, und die durch die Musik ausgedr\u00fcckten Emotionen sind oft d\u00fcster, melancholisch oder sogar aggressiv. Die Texte sind tiefsinnig und mitunter zweideutig. Der Metal-Anteil am Sound gewinnt zumeist die Oberhand, wodurch sich RAGNAR\u00d6EK in Punkto H\u00e4rte fast INGRIMM angleichen.<\/p>\n<p>Im Grunde sind Ver\u00e4nderungen im Sound, oder derartige Weiterentwicklungen, wenn man es so ausdr\u00fccken kann, ja grunds\u00e4tzlich nicht gleich etwas schlechtes. Aber entscheidend ist immer noch, wie gut die Musik ins Ohr geht und welche Eindr\u00fccke sie hinterl\u00e4sst. RAGNAR\u00d6EK haben zwar auch auf &#8222;Eiskalt&#8220; noch ordentliche Melodien auf Lager, aber die Hooklines der St\u00fccke werden durch diese regelm\u00e4\u00dfigen \u2013 ich nenne es mal &#8222;H\u00e4rtewechsel&#8220; \u2013 ein bisschen an ihrem Fluss gehindert. Hinzu kommt, dass durch die allgemein toughere Ausrichtung den Grundstrukturen der Songs so eine leichte \u00c4hnlichkeit anh\u00e4ngt. Auf dem Vorg\u00e4nger &#8222;Rache&#8220; gab es meines Erachtens weitaus mehr Abwechslung zu entdecken, ganz zu schweigen von mitrei\u00dfenderen Melodielinien. Es gibt mit dem Titeltrack &#8218;Eiskalt&#8216;, &#8218;Lanze&#8216;, dem vergleichsweise stimmungsvollen &#8218;Piratenbrut&#8216; und dem emotionalen &#8218;Meer&#8216; schon manches St\u00fcck, das Akzente setzen kann, aber auch den ein oder anderen Song, der so gar keine positiven Eindr\u00fccke hinterl\u00e4sst. Beim Songwriting gibt es also Ausschl\u00e4ge nach unten und oben, und insgesamt gesehen kommt nur eine durchschnittliche Leistung dabei heraus. Aus handwerklicher Sicht kann man nicht meckern. Die Musiker verstehen auch in ihrer neuen Ausrichtung ihr Metier.<\/p>\n<p>RAGNAR\u00d6EK waren auch schon vorher mehr Mittelalter Metal als Mittelalter Rock, doch was mir nicht so gut gef\u00e4llt, ist diese fast durchgehend d\u00fcstere, aufgew\u00fchlte Atmosph\u00e4re. Dadurch geht der traditionelle Charme etwas verloren. Eigentlich schade, aber &#8222;Eiskalt&#8220; schafft es gerade so ins vordere Mittelfeld.<\/p>\n<p>Note: 6.5 \/ 10<br \/>\nLeon Fabian<\/p>\n<p><strong>Links:<\/strong> <a title=\"Link Powermetal\" href=\"http:\/\/powermetal.de\/review\/review-Ragnaroeek\/Eiskalt,19169.html\" target=\"_blank\">powermetal.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auch mit den Mittelalter-Rockern von RAGNAR\u00d6EK gehen leichte Ver\u00e4nderungen vor. \u00c4hnlich wie bei den Genrekollegen RABENSCHREY finden auf &#8222;Eiskalt&#8220; andere Elemente Einzug in den Sound. 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