{"id":711,"date":"2015-06-21T11:21:15","date_gmt":"2015-06-21T11:21:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ragnaroeek.de\/?p=711"},"modified":"2015-06-21T11:27:41","modified_gmt":"2015-06-21T11:27:41","slug":"dornig-bei-deep-ground","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/ragnaroeek.de\/?p=711","title":{"rendered":"Dornig bei &#8222;Deep Ground&#8220;"},"content":{"rendered":"<div>\n<div class=\"pros\">\u201eRag\u2019n\u2019Roll\u201c ist die eigene Bezeichnung der Band Ragnar\u00f6ek f\u00fcr ihre Art, Mittelalterrock zu interpretieren. Und mit dieser Eigenkreation trifft man das, was es auch auf dem dritten Album der Band, \u201eDornig\u201c, zu h\u00f6ren gibt, wohl am besten, denn nur schwer lassen sich einzelne Schubladen f\u00fcr den Sound des Quintetts \u00f6ffnen.<\/div>\n<div class=\"pros\"><\/div>\n<\/div>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Deutlicher zeichnen sich jedoch Parallelen und Assoziationen zu Bands wie Rammstein, Stahlmann, In Extremo und sogar\u00a0ASP ab, w\u00e4hrend der raue, dunkle Gesang sowohl zum Ragnar\u00f6ek-Sound passt als auch bei selbsternannten Assi-Rock-Truppen wie 9mm\u00a0nicht fehlplatziert wirken w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Rammstein, Stahlmann, ASP und 9mm \u2013 die haben aber gar keine \u201emittelalterlichen\u201c Elemente in ihrer Musik?! Richtig, doch auch bei Ragnar\u00f6ek fallen jene \u2013 bis auf wenige Ausnahmen wie z.B. der Song \u201eSchattengold\u201c mit seinem Dudelsacksolo \u2013 nicht allzu sehr ins Gewicht bzw. werden nicht als\u00a0dominierend wahrgenommen. Vielmehr wartet die Band in jedem ihrer hier zu findenden 14 Tracks\u00a0mit einer derart brachialen Gitarrenwand und wuchtigem Drumming auf, dass alle weiteren Zus\u00e4tze beinahe untergehen. Das macht allerdings insofern nichts, als dass eing\u00e4ngige Melodien f\u00fcr einen angemessenen Ausgleich sorgen und die Band eine Art frischen Wind in die Szene bringt.<\/p>\n<p>Dieser braust sich regelm\u00e4\u00dfig zu einem wahren Sturm auf, denn energiegeladen treibt man die Titel an; nur selten finden dar\u00fcber hinaus\u00a0langsamere Songs (wie \u201eHerzlos\u201c) auf \u201eDornig\u201c ihren Platz.<br \/>\nIn \u201eMann\u201c pr\u00e4sentieren Ragnar\u00f6ek schlie\u00dflich, dass sie sich auf Variationen verstehen und es nicht immer nur in die Vollen gehen muss, denn stimmlich wechselt man von gewohnt rauen, harten, klar artikulierten, dunklen Kl\u00e4ngen zu melodiehaften Passagen, w\u00e4hrend zwar simple, aber daf\u00fcr effektive Gitarreneinlagen das St\u00fcck abrunden. Davon abgesehen verfolgt die Band jedoch stets \u00e4hnliche Strukturen, sodass es insgesamt wenig \u00dcberraschungen auf dem Album gibt.<\/p>\n<p>Auch ein obligatorisches \u201eTrinklied\u201c wird jedoch von den f\u00fcnf Mannen nicht vergessen, und so motiviert \u201eTrinkfest 5-4-3-2-1\u2033 \u2013 textlich nicht ganz klischeelos \u2013 zum Heben der Humpen.\u00a0Obwohl sich die Eigenst\u00e4ndigkeit aufgrund der N\u00e4he zu den als Vergleich genannten Bands zeitweilig in Grenzen h\u00e4lt, und obschon (oder gerade weil) die rockige, fast schon metallische Ausrichtung mehr Beachtung findet als die mittelalterliche Seite der Band, macht \u201eDornig\u201c dennoch durchgehend Spa\u00df und sollte nicht nur von Ragnar\u00f6ek-Fans ins Haus geholt werden, sondern ebenso von jenen, die sich im musikalischen Dunstkreis oben genannter Musiker und Gruppen aufhalten.<\/p>\n<p>Wer zus\u00e4tzlich die M\u00f6glichkeit hat, Ragnar\u00f6ek live zu erleben, sollte dies au\u00dferdem nutzen, denn ihr Spektakel aus Animation und Feuershow wird die Songs durch zus\u00e4tzliche visuelle Aspekte in ein anderes Licht stellen und von ihren etwaigen Schw\u00e4chen ablenken. Ungemeines Livepotenzial ist auf jeden Fall vorhanden, die Dynamik und Spielfreude der Band ist bereits auf \u201eDornig\u201c deutlich herauszuh\u00f6ren. Doch seid gewarnt: Sind sie zu hart, seid ihr zu schwach. Zumindest um\u00a0das Brachiale in Ragnar\u00f6eks Sound auf Albuml\u00e4nge auszuhalten, sollte der H\u00f6rer f\u00fcr die h\u00e4rtere Gangart gewappnet sein. Dann aber werden die Tracks auf \u201eDornig\u201c auch in Dauerschleife gro\u00dfen Anklang finden.Obwohl sich die Eigenst\u00e4ndigkeit aufgrund der N\u00e4he zu den als Vergleich genannten Bands zeitweilig in Grenzen h\u00e4lt, und obschon (oder gerade weil) die rockige, fast schon metallische Ausrichtung mehr Beachtung findet als die mittelalterliche Seite der Band, macht \u201eDornig\u201c dennoch durchgehend Spa\u00df und sollte nicht nur von Ragnar\u00f6ek-Fans ins Haus geholt werden, sondern ebenso von jenen, die sich im musikalischen Dunstkreis oben genannter Musiker und Gruppen aufhalten.<\/p>\n<div>\n<div class=\"pros\">Pro:<\/div>\n<p>Enorm eing\u00e4ngig und &#8222;hart&#8220;. Musikalisch entfernt vom &#8222;typischen&#8220; Mittelalterrock.<\/p>\n<\/div>\n<p>Kontra:<\/p>\n<div>\u00a0Daf\u00fcr \u00c4hnlichkeiten zu Bands wie Rammstein, In Extremo und ASP. Songs bieten selten \u00dcberraschungen.<\/div>\n<p>Wertung:<\/p>\n<div>\u00a0 4 \/ 5 &#8211; gro\u00dfartig<\/div>\n<p><a title=\"deepground\" href=\"http:\/\/www.deepground.de\/music-review\/ragnaroeek-dornig\/\" target=\"_blank\">Link zu DeepGround<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eRag\u2019n\u2019Roll\u201c ist die eigene Bezeichnung der Band Ragnar\u00f6ek f\u00fcr ihre Art, Mittelalterrock zu interpretieren. 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